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Das Seaside Park Hotel Lizenz: © Seaside Park Hotel

Leipziger Wende und Wandel

Kulturreise vom 11. bis 14. April 2019

Pro Person abPreis inkl. MwSt.

  € 695,-

Der Augustusplatz in Leipzig
Auf einen Blick
  • Bahnfahrt 1. Klasse inklusive Sitzplatzreservierungen
  • Viele Besichtigungen, u. a. Völkerschlachtdenkmal mit Führung inklusive
  • Musikviertel, Innenstadt, Neuen Seenlandschaft und Plagwitz
  • Versierte Reiseleitung durch einen Mitarbeiter des Denkmalschutzamtes der Stadt Leipzig

30 Jahre jährt sich 2019 der historische Moment des Mauerfalls, der nicht zuletzt auch in Leipzig seinen Anfang nahm. Die Friedliche Revolution des Herbstes 1989 lebt im Gedächtnis der Leipziger durch tausende persönlicher Erinnerungen fort. Es ist ein gespeicherter Schatz erlebter Geschichte, den die Menschen bewahren. Die umwälzenden, aufwühlenden Veränderungen jener Wochen lassen sich nicht zuletzt an markanten Orten ablesen. Es handelt sich dabei einerseits um die Brennpunkte des Geschehens mit mehr oder weniger direktem Bezug zu den Ereignissen und andererseits um wichtige Orte und Bauwerke, deren Wandel ohne das Aufbegehren der Leipziger unerklärlich bleiben würde. Kommen Sie mit einen Streifzug durch Leipzig und entdecken Sie die Stadt im Wandel. Es erwartet Sie ein exklusives Rahmenprogramm mit vielen besonderen Begegnungen.

Tag

Programm

1. Tag, 11.04.

Anreise – Leipzig, Stadtrundgang, Nikolai­kirche & Pfeffermühle

Bahnfahrt 1. Klasse vom gebuchten Zustiegsort nach Leipzig. Nach Ihrer Ankunft und dem Zimmerbezug im Seaside Park Hotel lernen Sie bei einem Begrüßungsgetränk Ihren Gästeführer kennen, der Sie in den nächsten Tagen begleiten wird. Als Denkmalpfleger der Stadt Leipzig sind Denkmalschutz und Gästeführungen für ihn zu einer sehr stimmigen Einheit verschmolzen.

Am Nachmittag begeben Sie sich gemeinsam auf einen Stadtrundgang durch die Leipziger Innenstadt entlang zahlreicher Sehenswürdigkeiten. Hauptaugenmerk liegt auf der Nikolai­kirche. Sie ist 1989 zum Symbol der Friedlichen Revolution geworden, also der Ort, an dem sich lange vorher Entwicklungen vollzogen haben, die im Herbst 1989 das auslösten, was im Sprachgebrauch etwas kurz als „Wende“ bezeichnet wird. Diese Entwicklungen sind eng verknüpft mit dem Phänomen der Friedensgebete und sind ein Grund, warum das Ende der DDR von Leipzig ausging.

Im Anschluss wird Ihnen ein Abendessen in einem Wirtshaus serviert, bevor Sie eine Vorstellung in der Pfeffermühle besuchen. Seit nun schon 63 Jahren streut die „Mühle“ ihren scharfen Pfeffer in das politische Zeit­geschehen. Sie gehört damit zu den ältesten und bekanntesten Kabaretts der deutschen Kleinkunstszene. Bis zum unrühmlichen Ende der DDR befand sich das Ensemble auf einer ständigen Gratwanderung zwischen eigenem Anspruch und demütigender Zensur. Die politische Satire musste sich hinter doppelbödigen Pointen oder zwischen den Zeilen verstecken. Heute sind hier andere Töne zu hören. Das Kabarett sucht ständig nach neuen Formen und Mitteln, um sich in diesen turbulenten Zeiten Gehör zu verschaffen. Die „Pfeffermühle“ setzt dabei auf eine Mischung aus zeitgemäßer Unterhaltung und künstlerischer Tradition.

2. Tag, 12.04.

Musikalisches Viertel, Neue Seenlandschaft & Plagwitz

Sie genießen das reichhaltige Frühstücksbuffet bevor Sie abgeholt werden und sich auf einen Spaziergang durch das Musikviertel begeben. Wichtige Leipziger Musikinstitutionen sind verantwortlich für die Bezeichnung. Die ersten Gebäude des Viertels waren 1884 das zweite Gewandhaus, damals Neues Concerthaus genannt, und 1887 der Neubau des Königlichen Konservatoriums der Musik. Robert und Clara Schumann und Felix Mendelssohn-Bartholdy schrieben hier Musikgeschichte.

Hier befinden sich auch das Bundesverwaltungsgericht, die Alte Kunstakademie, die Musikhochschule und die Albertina. Je nach Möglichkeit werden Sie Einblicke in diese Gebäude erhalten. Das heutige Bundesverwaltungsgericht wurde von 1888 bis 1895 als Reichsgerichtsbau errichtet. Das in den Formen des späten Historismus errichtete Gebäude knüpft an italienische Renaissancebauten sowie Bauten des französischen Barock an. Der restaurierte Große Sitzungssaal mit den historischen Länderwappen und Kaiserbildern ist das Herzstück des Hauses. Zudem erfahren Sie Wissenswertes über Aufgaben und Arbeitsweise der Verwaltungsgerichtsbarkeit, zur Geschichte und Architektur.

Direkt nebenan befindet sich die Bibliotheca Albertina. Arwed Rossbach entwarf ein repräsentatives Gebäude, welches das Selbstverständnis der alten und bekannten Leipziger Universität widerspiegelt. Einige Bücher und Handschriften stammen noch aus der Bibliothek der Dominikaner oder sind weitaus älter. Dabei ist das Schicksal der Bibliotheca Albertina durchaus mit dem der Dresdner Frauenkirche zu vergleichen: Die Bibliothek wurde zu zwei Dritteln zerstört, fristete über Jahrzehnte ein trauriges Dasein als Ruine, um dann nach der Wende wieder aufgebaut zu werden. Seit dem Wiederaufbau (1992 bis 2002) beherbergt der monumentale Bau wieder die Hauptbibliothek der Universitätsbibliothek Leipzig. Danach begeben Sie sich auf eine Landpartie und werden entdecken, wie die Wende auch das Leipziger Umland veränderte. Gerade nach der politischen Wende 1989 bekam das Braunkohlerevier eine enorme Veränderungsdynamik. Während in DDR-Zeiten vor allem der Kulkwitzer See als Badewanne der Leipziger bekannt wurde, so entstanden ab Anfang der Neunziger Jahre ein neuer Tagebausee nach dem anderen. Mehr als 23 Tagebaulöcher verwandeln sich seither in Seen und die Lebensqualität und der Freizeitwert verbessern sich mit jedem Jahr. Allenthalben entstehen Bootshäfen, Ferienwohnungen und Sportmöglichkeiten, Strände und Stege laden zum Verweilen ein.

Zum Abschluss machen Sie eine kleine Rundfahrt durch den Leipziger Stadtteil Plagwitz, der wie kein anderer für die Veränderung der Stadt nach der Wende steht. Er ist der derzeit angesagteste Stadtteil. Hier finden Sie einen spannenden Mix aus alten Fabriken und Industriebrachen, aus netten Wohnvierteln und alten Villen, Wasser und Grün, alternativem Vibe und Startup-Geist. Am Abend nehmen Sie an einem Konzert im Großen Saal des Gewandhauses (Klavierabend mit Katia und Marielle Labéque: Werke von Strawinsky, Debussy, Philip Glass) teil. Wir haben die begehrten Konzerttickets bereits für Sie reserviert.

3. Tag, 13.04.

Stadtrundfahrt, Völkerschlachtdenkmal, Runde Ecke & Tischgespräche

Nach dem Frühstück starten Sie zu einer großen Stadtrundfahrt und sehen die bekanntesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten der „Stadt der Linden“. Geschichtsträchtige Bauten, sowie historische Plätze der immer beliebter werdenden Messestadt erwarten Sie. Auch hier erfahren Sie natürlich, was sich in den letzten 30 Jahren seit der Wende in der schönsten Stadt Sachsens verändert hat. Natürlich besichtigen Sie das Völkerschlachtdenkmal. Es gehört zu den imposantesten Sehenswürdigkeiten Leipzigs und ist das größte Denkmal Europas. Es erinnert an die gleichnamige entscheidende Schlacht, die während der sogenannten Befreiungskriege im Oktober 1830 vor Leipzig geführt wurde. Das Denkmal ist 91 Meter hoch und bis zur Plattform müssen 500 Stufen bewältigt werden, mittlerweile gibt es einen Aufzug. Es wiegt alles in allem 300 000 Tonnen und kostete sechs Millionen Goldmark, in heutiger Kaufkraft entspricht das um die 60 Millionen Euro. Vor dem Denkmal befindet sich der Tränenteich der gefallenen Soldaten und von der Aussichtsplattform aus haben Sie einen fantastischen Blick über Leipzig. Im Innern befindet sich die Ruhmeshalle an deren Decke 324 nahezu lebensgroße Reiter abgebildet sind. Vier fast zehn Meter hohe Totenwächter stellen die vermeintlichen Tugenden in dieser Schlacht dar: Tapferkeit, Glaubensstärke, Volkskraft und Opferbereitschaft. Vorbilder dieser Figuren finden sich im ägyptischen Theben.

Um die Mittagszeit haben Sie eine kleine Pause zum Mittagessen oder einen kleinen Einkaufsbummel, bevor Sie die „Runde Ecke“ besuchen. Die Gedenkstätte entstand 1989 unmittelbar aus der Friedlichen Revolution heraus und fühlt sich bis heute deren zentralen Forderungen nach Freiheit und Demokratie verpflichtet. Im August 1990 war in der „Runden Ecke“ in originalen Räumen der ehemaligen Bezirksverwaltung die Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“. Es entwickelte sich in den Folgejahren zu einer festen und kontinuierlich arbeitenden Größe in der Aufarbeitungslandschaft der Bundesrepublik. Hier wird Ihnen ein Mitglied der Geschäfts­führung rund um den Leiter der Gedenkstätte Tobias Hollitzer für Gespräche zur Verfügung stehen. Er veröffentlichte z.B. zahlreiche Publikationen zur Diktaturgeschichte der DDR und erhielt für seinen beharrlichen Einsatz für Freiheit und demokratische Grundrechte im Oktober 2015 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Zum Abendessen werden Sie im traditionsreichen Ratskeller erwartet. Er wurde bereits 1904 im Neuen Rathaus eröffnet, das auf den Grundmauern der alten Pleißenburg errichtet wurde. Hier zu speisen ist etwas Besonderes und der Keller umfasst 7 Gesellschaftsräume, unter anderem den weit­läufigen Gewandhaussaal mit heiter-nachdenklichen Trinksprüchen auf den Deckengewölben und die im Stile einer rustikalen Burgwache eingerichteten „Alten Wache“. Gut unterhalten von Ihrem Gästeführer und Denkmalschutzbeauftragten, der das Gebäude aufgrund seiner Tätigkeit als Stadtkonservator sehr gut kennt, lassen Sie den Abend bei Tischgesprächen gesellig ausklingen.

4. Tag, 14.04.

Heimreise

Nach dem Frühstück steht Ihnen freie Zeit zur Verfügung bevor Sie am Nachmittag Ihre Heimreise antreten.

Ihr Hotel:

Das Seaside Park Hotel zeichnet sich insbesondere durch seine exklusive Lage im historischen Stadtkern von Leipzig aus. Direkt an der bekannten Nikolaistraße, zwischen Hauptbahnhof und Nikolaikirche, gelegen kann man viele Sehenswürdigkeiten und kulturelle Einrichtungen zu Fuß erreichen. Einer der schönsten Bahnhöfe Europas, der Leipziger Hauptbahnhof, ist nur 200 m entfernt. Auch die berühmte Nikolaikirche, das Gewandhaus und die Oper Leipzig erreicht man nach 200 m.

Wohnkultur im Art-Déco-Stil – das Traditionshotel besitzt durch die stilvolle Gestaltung eine einzigartige Atmosphäre. Die Ansprüche der Gäste werden mit zeitgemäßem Komfort und zuvorkommendem Service erfüllt. Das Hotel verfügt über 288 individuelle Nichtraucherzimmer, welche einen erholsamen Aufenthalt ermöglichen.

Zu den weiteren Einrichtungen gehört das NIKOLAI BISTRO mit Kaffee- und Teespezialitäten, hausgemachten Kuchen und kleinen Snacks. Das Restaurant STEAKTRAIN serviert Ihnen kulinarische Highlights im Ambiente eines Luxusspeisewagen. Ein Wellnessbereich sorgt für die gewisse Auszeit.