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Mo. - Fr. von 9.00 - 18.00 Uhr
Stadtpanorama von Toledo bei Sonnenuntergang Lizenz: © Iakov Filimonov - Shutterstock.com
Von Stadtmauern umgebenes Avila, Spanien Lizenz: © Roman Sigaev - Shutterstock.com
Blick auf Madrid Lizenz: © SeanPavonePhoto - Fotolia.com

Spanien

Kastilien und Extremadura

Rundreise durch Spaniens Kultur- und Naturlandschaften vom 13. bis 23. Oktober 2019

Pro Person abPreis inkl. MwSt.

  € 2.895,-

Extremadura routenkarte 081017
Auf einen Blick
  • Flüge ab / bis München inklusive
  • 11-tägige Rundreise mit vielen kulturellen Höhepunkten
  • Alle Eintrittsgelder und diverse kulinarische Entdeckungen inklusive
  • Versierte, länderkundliche Reisebegleitung ab / bis Madrid

Ihre Reise

Es mag an ihrer Lage im Westen Spaniens fernab der Küsten und Strände liegen, dass die teils bergige, teils hügelige und steppenreiche Landschaft der Extremadura vielerorts noch unentdeckt wirkt und touristisch mitunter in Vergessenheit gerät. Doch gerade diese scheinbare Unberührt- heit macht die Region, die zusammen mit dem kastilischen Hochland, auch Iberische Meseta genannt, eine geologische Einheit bildet, zu einem besonderen Reiseziel.

Allein die Orte Plasencia, Cáceres oder die Hauptstadt Mérida blicken auf eine bemerkenswerte Geschichte zurück, die bis in die Antike zurückreicht. Die einstige politische und wirtschaftliche Bedeutung dieser Städte lässt sich in ihren Stadtzentren anhand einer Vielzahl bemerkenswert gut erhaltener Bauten aus verschiedensten Epochen ablesen. Teilweise stammen diese sogar noch aus der Zeit der Römer, teilweise aber auch aus der Ära des Königreichs von León. Dieses wurde 1230 mit dem Königreich von Kastilien vereint, das sich geografisch über die heutigen autonomen Gemeinschaften Kastilien- León sowie Kastilien-La Mancha erstreckte. Auch diese Regionen warten mit kontrastreichen Landschaftseindrücken und einem überwältigenden kulturhistorischen Vermächtnis – etwa in Salamanca und in Toledo – auf. Die Ausflüge führen darüber hinaus in die reizvolle Stadt Ávila am Rande der Gebirgskette Sierra de Gredos, durch idyllische Landstriche und zum Kloster von Yuste, das eng mit dem Leben des römisch-deutschen Kaisers Karl V. in Verbindung steht.

Während dieser Rundreise lässt sich zudem die kulinarische Seite Zentralspaniens entdecken und genießen. Bekannt sind die bereisten Gegenden vor allem für den iberischen Schinken, Schafskäse und Wein. Zum Ende geht es schließlich noch in die spanische Hauptstadt Madrid, in der unter anderem der Prado und der Königspalast besichtigt werden kann.

Tag

Programm

1. Tag, 13.10.

München – Madrid – Avila – Salamanca

Flug von München nach Madrid. Am frühen Nachmittag landen Sie in Spaniens Hauptstadt, die zum Abschluss der Rundreise noch ausgiebig erkundet wird. Vom Flughafen geht es per Bus weiter westlich zu den ersten Stationen in der autonomen Region Kastilien-León. Zunächst wird dabei Ávila angesteuert. Bei einem Rundgang wird schnell offenbar, warum Ávila in Gänze unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes steht – die hier versammelte Fülle historischer Denkmäler spricht für sich. Von besonderer architektonischer Imposanz ist die 2.500 Meter lange romanische Stadtmauer, die mit 88 Türmen und neun Stadttoren versehen und bis heute gut erhalten ist. 

Eine ungewöhnliche Liaison von Wehr- und Sakralbau zeigt sich in der festungsartigen Konzeption der gotischen Kathedrale von Ávila, die in Teilen in die Stadtmauer integriert ist. Salamanca, Hauptstadt der gleichnamigen kastilischen Provinz, erreichen Sie am Abend.

2. Tag, 14.10.

Salamanca

Salamanca galt lange als geistiges Zentrum Spaniens, da hier bereits im Jahr 1218 die erste Universität des Landes gegründet wurde, eine der ältesten akademischen Einrichtungen Europas. Doch über die detailverliebte Renaissance-Architektur des Universitätsgebäudes hinaus gibt es in Salamanca einiges zu entdecken. Deshalb ist der Erkundung der Stadt, in der übrigens das unverfälschteste Hochspanisch im ganzen Land gesprochen wird, ein ganzer Tag gewidmet. Das Zentrum Salamancas wird vom Prachtplatz Plaza Mayor markiert, auf dem einst Stierkämpfe abgehalten wurden, bis er Mitte des 18. Jahrhunderts seine jetzige repräsentative Gestalt erhielt. Auch lohnt sich ein Besuch der beiden Kathedralen der Stadt, die direkt nebeneinander erbaut wurden: Die kleine Basilika der Alten Kathedrale weist sowohl Elemente der Romanik als auch der Frührenaissance auf. Als Salamanca zu Beginn des 16. Jahrhunderts zu einer wohlhabenden Stadt aufgestiegen war, wurde mit dem Bau der Neuen Kathedrale im repräsentativen Renaissance-Stil begonnen.

3. Tag, 15.10.

Salamanca – Guijuelo – Hervás – Plasencia

Im Südosten der Provinz Salamanca liegt der Landstrich Guijuelo. Hier besuchen Sie heute das Schinkenhaus, in dem Ihnen Einblick in die traditionelle Herstellung des iberischen Schinkens geboten wird – die regionale Spezialität kann hier auch probiert werden. Mit dem Städtchen Hervás, das für sein seit dem 15. Jahrhundert bestehendes jüdisches Viertel bekannt ist, erreichen Sie die autonome Region Extremadura. Hier liegt auch die reizvolle Stadt Plasencia, Ihr Domizil der nächsten beiden Tage. Der 1186 an der antiken Silberstraße, der Via de la Plata, gegründeten Stadt kam vor allem im Mittelalter große Bedeutung als Bischofssitz zu, was die romanische Kathedrale eindrucksvoll unterstreicht. Zudem zeigt sich an vielen repräsentativen Bauwerken, dass sich im 15. Jahrhundert der Adel der Extremadura in dem Städtchen ansiedelte.

4. Tag, 16.10.

Kloster von Yuste

Südlich der Sierra de Gredos liegt in der Ortschaft Yuste das Kloster San Jerónimo de Yuste, das 1556 prominenten Zuzug fand, als es Karl V., der erste König Spaniens, zu seinem Alterssitz erkor. Nachdem der Habsburger als römisch-deutscher Kaiser 1556 abgedankt hatte, verbrachte er hier bis zu seinem Tod 1558 seine letzten Lebensjahre. Während Ihres Besuchs erfahren Sie Näheres über dieses Kapitel der spanischen Geschichte. Wohlgemerkt entstand die heutige Klosteranlage erst 1949 als Neubau auf Anweisung des spanischen Diktators Franco, nachdem das mittelalterliche Kloster und Karls frühneuzeitlicher Palastanbau im Zuge der Napoleonischen Kriege auf der iberischen Halbinsel Anfang des 19. Jahrhunderts zerstört worden waren.

5. Tag, 17.10.

Plasencia – Nationalpark Monfragüe – Cáceres

Eine große landschaftliche Schönheit zeichnet das Ausflugsziel des heutigen Vormittags aus: der Nationalpark Monfragüe, der sich zwischen den Städten Cáceres, Plasencia und Trujillo erstreckt und neben einem Biosphärenreservat auch ein artenreiches Vogelschutzgebiet umschließt. Hier leben Greifvögel wie der Mönchsgeier, der Spanische Kaiseradler und der Steinadler, denen die felsenreiche Landschaft optimale Lebensbedingungen bietet. Am Nachmittag erfolgt der Transfer nach Cáceres, wo Sie im Hotel Ihr Zimmer für die nächsten zwei Übernachtungen beziehen. Daraufhin erwartet Sie ein Bummel durch die Altstadt von Cáceres, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Eine Stadtmauer, die größtenteils unter der Herrschaft der Almohaden entstand, umgibt den historischen Kern, in dem Wehr- und Glockentürme, Stadtpaläste, Kirchen, römische Bögen und Brücken das Bild prägen.

6. Tag, 18.10.

Mérida

Heute entdecken Sie die etwa 70 Kilometer von Cáceres entfernte Stadt Mérida, die für ihre antiken Monumente berühmt ist. Vom römischen Kaiser Augustus unter dem Namen Emerita Augusta 25 v. Chr. gegründet, stieg die Stadt schnell zu einem bedeutenden Zentrum auf. Zahlreiche architektonische Spuren erzählen von der Glanzzeit Méridas in der Antike: Brücken, Aquädukte, der Tempel der Diana, die Reste des Forums einschließlich des Trajansbogens, die Reste des Circus Maximus und das Römische Theater aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. Letzteres stellt durch seinen erstaunlich guten Zustand eine besondere Attraktion Méridas dar.

7. Tag, 19.10.

Cáceres – Trujillo – Oropesa – Toledo

Vormittags brechen Sie auf, um zunächst nach Trujillo zu fahren, wo ein Spaziergang durch die Altstadt auf Sie wartet. So wie die gesamte Extremadura stand auch Trujillo in der Antike und im Mittelalter jeweils mehrere Jahrhunderte lang unter der Herrschaft der Römer, Westgoten und Mauren. Bekannt ist die Stadt jedoch vor allem als Geburtsort der Konquistadoren Francisco Pizarro und Francisco de Orellana, die im
16. Jahrhundert als Eroberer nach Mittel- und Südamerika aufbrachen – einige Denkmäler der beiden berüchtigten Entdecker finden sich im Stadtbild. Nach der Ankunft wenig später in Toledo und dem Check-in im Hotel erkunden Sie das Zentrum der Hauptstadt der Region Kastilien-La Mancha: Im historischen Kern, der von der UNESCO als Teil des Weltkulturerbes geschützt ist, zeugen noch einige Bauten von der Zeit zwischen 1087 bis 1561, als Toledo Residenz der kastilischen Könige war.

8. Tag, 20.10.

Toledo

Um Toledo näher kennenzulernen, wird heute eine ausführliche Stadtbesichtigung unternommen. Kaum zu übersehen ist der über Toledo thronende Alcázar. Die auf einem Felsen errichtete Festung ging aus einer römischen Anlage hervor und wurde im Mittelalter umgebaut. Ein imposantes Beispiel für die spanische Gotik ist die 1226 gegründete Kathedrale von Toledo. In der Sakristei des fünfschiffigen Sakralbaus ist El Grecos Gemälde „Die Entkleidung Christi“ zu bewundern.

9. Tag, 21.10.

Toledo – Madrid

Die letzte Etappe der Rundreise steht an. Morgens verabschieden Sie sich von Toledo und fahren nach Madrid, wo zunächst eine etwa dreistündige Stadtrundfahrt unternommen wird. Hier lässt sich die Handschrift der spanischen Habsburger, die von 1504 bis 1700 über die Iberische Halbinsel herrschten, an den im 16. Jahrhundert errichteten Bauten ablesen: Zum sogenannten „Madrid de los Austrias“, dem „Madrid der Österreicher“, zählen unter anderem die Puerta del Sol, der Palacio de Santa Cruz, die Plaza Mayor und die Colegiata de San Isidro. Die wohl prachtvollste Straße Madrids ist die Gran Vía, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Anlehnung an die Pariser Ausführungen Georges-Eugène Haussmanns durch die historische Wohnstadt geschlagen wurde. Gesäumt von Boutiquen, Kinos und Theatern zieht sich die Geschäftsstraße zwischen dem Zentrum und dem Nordwesten Madrids hindurch. Am frühen Nachmittag erfolgt der Check-in im Hotel – die verbleibenden Stunden des Tages können Sie nach Belieben gestalten.

10. Tag, 22.10.

Madrid

Der Vormittag steht ganz im Zeichen der Kunst. Das Museum Nacional del Prado, untergebracht in einem herrlichen neoklassizistischen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, beherbergt es einige der bekanntesten Gemälde der Welt. Eine spezielle Führung wird Ihnen das Eintauchen in die atemberaubende Welt der Kunst erleichtern. Unter den etwa 3.000 Gemälden der Sammlung sind spanische Meister wie Diego Velázquez und Goya ebenso vertreten wie bedeutende Werke von Leonardo da Vinci, Botticelli, Bosch, Rubens, El Greco, Caravaggio, Dürer und Rembrandt. Im Anschluss an die Führung bleibt genug Zeit, um den Prado nach Belieben weiter zu besichtigen. Der Nachmittag und Abend stehen Ihnen zur freien Verfügung.

11. Tag, 23.10.

Madrid – München

Bevor am Nachmittag der Rückflug nach Deutschland erfolgt, erkunden Sie den Königspalast, die offizielle Residenz des Königs von Spanien, der das Stadtschloss jedoch ausschließlich für offizielle Anlässe nutzt. Das Gebäude aus dem 18. Jahrhunderts zählt zu den schönsten Palastkomplexen Europas. Im Anschluss an den Besuch erfolgen der Transfer zum Flughafen und der Rückflug von Madrid nach München.

Ihre Hotels während der Reise:

Salamanca – 2 Übernachtungen
Hotel NH Puerta de la Catedral

Plasencia – 2 Übernachtungen
Hotel Parador De Plasencia

Cáceres – 2 Übernachtungen
Hotel NH Palacio de Oquendo

Toledo – 2 Übernachtungen
Hotel San Juan de los Reyes

Madrid – 2 Übernachtungen
Hotel Emperador

Alle Hotels entsprechen der Landeskategorie: 4 Sterne. Die ausgewählten Hotels bieten höchsten Komfort und verfügen über eine optimale Lage in der Stadt für individuelle Erkundungen im Anschluss an das Besichtigungsprogramm.